
"Unsere Stadt soll eine starke Gemeinschaft bleiben. Dafür werden wir als CDU auch im neuen Jahr arbeiten", versprach der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Schumacher in
seiner Rede im Rahmen der traditionellen Bergsitzung des Gemeinderats am gestrigen Montag (19. Januar). Im Hinblick auf den städtischen Haushalt betonte er: "Die finanzielle Situation der Stadt
bleibt angespannt. Aber auch wenn der Ergebnishaushalt ein Defizit von 4,5 Mio. Euro aufweisen wird, sind wir handlungsfähig und wollen rund 11 Mio. Euro investieren".
Sei es der weitere Glasfaserausbau, die Schaffung von zusätzlichen Bauplätzen und Wohnungen, die Umgestaltung des WLZ-Areals und der Sallancher Straße oder die Verbesserungen für die
Stadtbücherei und das Bürgerbüro: Es geht was in Spaichingen. Wir haben dieses und nächstes Jahr viel vor! Das ist auch das Gefühl, das viele Bürgerinnen und Bürger haben und – nicht nur beim
gelungenen Neujahrsempfang in der Stadthalle - im Gespräch zum Ausdruck bringen. "Erfreulich ist, dass wir diese Projekte oftmals in großer Geschlossenheit auf den Weg gebracht haben", so die
CDU.
Einen Schwerpunkt will die CDU bei den Sportanlagen setzen: "Als CDU freuen wir uns, dass wir zeitnah in unsere Sportanlagen investieren können. Angesichts der zusätzlichen rund 8 Mio. Euro aus
dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes regen wir an, diesen Betrag möglichst zeitnah abzurufen und einzusetzen. Auch die attraktiven Förderbedingungen der „Sportmilliarde“ sollten wir
nutzen. Neben den bereits beschlossenen Projekten machen wir uns dafür stark, in den kommenden drei Haushaltsjahren einen Schwerpunkt auf den Bereich „Sportanlagen“ zu setzen. Dazu kann die
Schaffung von Trainingsmöglichkeiten für die Kletterer genauso beitragen wie die Sanierung des Kunstrasens, die Schaffung zusätzlicher Flutlichtmasten im Stadion Unterbach sowie der Bau einer
neuen zweckmäßigen Sporthalle."
Und weiter: "Wir sind in den letzten fünf Jahren um rund 1.000 Einwohner gewachsen. Das spricht für die Attraktivität von Spaichingen. Dies spüren wir in unseren Kindergärten und Schulen, die wir
im Blick haben. Dies spüren wir aber auch in unseren Vereinen. Wenn die großen Vereine inzwischen Aufnahmestopps für Kinder verhängen müssen, weil es keine Kapazitäten mehr gibt, dann hat das
Thema Priorität. Als CDU-Fraktion liegen uns die Familien in unserer Stadt besonders am Herzen. Das Vereinsleben war und ist eine der ganz großen Stärken Spaichingens, und das wollen wir auch
weiterhin tatkräftig unterstützen. Danke deshalb an alle Ehrenamtlichen", so die CDU-Fraktion.
Schumacher ging schließlich auf die die schwierige Lage der heimischen Wirtschaft ein, die uns auch im neuen Jahr begleiten wird. Von dem minimalen Wirtschaftswachstum im letzten Jahr spüren
viele Unternehmen nichts, sie sind weiter am Kämpfen. "Was wir als Stadt zur Unterstützung tun können, sollten wir tun. Aus unserer Sicht das Wichtigste ist, auch in Zukunft für eine gute und
harmonische Atmosphäre in unserer Stadt zu sorgen. Das beginnt im Gemeinderat und setzt sich bei den Bürgern fort. Der Primtalsommer ist das beste Beispiel dafür".
Die CDU-Frakton bedankte sich bei Bürgermeister Markus Hugger, Kämmerer Christian Leute und dem gesamten Team der Stadtverwaltung für die engagierte Arbeit.
Die gesamte Bergrede der CDU gibt es hier:
Gemeinderat beschließt Haushalt 2026
Im Rahmen der Bergsitzung haben die Stadträte einstimmig den Haushaltsplan für das Jahr 2026 beschlossen. Dieser umfasst ein Volumen von rund 50 Mio. Euro. Investitionen sind in Höhe von rund 11
Mio. Euro geplant. Größte Baumaßnahme in 2026 wird der Bau des Kreisverkehrs am Stadion Unterbach sein. Hervorzuheben sind außerdem Kosten für den Umbau des WLZ-Gebäudes (790.000 €) sowie des
Betriebshofs (650.000 €), die Sanierung des Kunstrasenplatzes (400.000 €) und die Einrichtung einer Ganztagesbetreuung an der Schillerschule (500.000 €). Im Zuge der geplanten Erschließung des
Wohngebietes Hochsteig/Tal durch einen externen Erschließungsträger entfallen auf die Stadt als Anlieger 850.000 € für die Kanalisation und 1,440 Mio. Euro für die zu erstellenden Straßen und
Wege. Die Schaffung eines barrierefreien Bahnhofes wird durch den Aufbau zweier Aufzüge gewährleistet.
Die größten Einnahmepositionen sollen die Gewerbesteuer (9,3 Mio. Euro), der Anteil an der Einkommensteuer (9,7 Mio. Euro) sowie die Schlüsselzuweisungen des Landes sein (6,0 Mio. Euro). Die
aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt beträgt geringe 64 € je Einwohner.
Den Haushalt 2026 im Detail mit vielen
Erläuterungen gibt es hier.
